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Probleme beim Wechsel

Mit der Liberalisierung des Strommarktes wurde es für den Verbraucher möglich, seinen bestehenden Stromanbieter auch zu wechseln. Doch das tun besonders in den privaten Haushalten noch zu wenige. Viele schrecken immer noch vor dem vermeintlich hohen Aufwand des Anbieterwechsels zurück.

 

Wie sollte der Stromanbieterwechsel erfolgen
Im Internet wird ein Stromvergleichsrechner aufgerufen. In der Maske gibt jeder seine Postleitzahl, den geschätzten Jahresverbrauch und den Tarif des jetzigen Anbieters ein. In der Folge erscheint eine Tabelle. Darin sind alle für die Region möglichen Anbieter aufgelistet. Gleichzeitig wird mit angezeigt, wie groß die Einsparung zum jetzigen Versorger ist. Der Vertrag wird direkt über den PC abgeschlossen und in der Regel übernimmt der neue Versorger auch die fristgerechte Kündigung beim bisherigen Stromanbieter. Der einzige Aufwand ist, das der Kunde zum Vertragswechsel aufgefordert wird, den Zählerstand abzulesen. In seltenen Fällen kommt ein Ableser nach vorheriger Terminvereinbarung.

 

Was sollte beim Stromanbieterwechsel beachtet werden
In der Übersichtstabelle ist eine Vielzahl möglicher Anbieter aufgelistet. Doch nicht jedes Billigangebot ist auch gut. Es gibt Anbieter, die Vorkasse verlangen. Hier muss der Verbrauch für einen bestimmten Zeitraum eingeschätzt und im Voraus bezahlt werden. Oft ist der Mehrverbrauch teurer und bei Einsparungen erfolgt keine Rückvergütung. In einigen Fällen gingen diese Anbieter auch im Vertragszeitraum Pleite, dann ist das Geld oft weg.
Andere Anbieter haben lange Vertragslaufzeiten. Der Kunde kann dann bei Veränderungen auf dem Strommarkt nicht flexibel reagieren und wechseln.
Sinnvoll ist es, wenn ein günstiger Anbieter ausgewählt wird, der schon viele Jahre am Markt ist, überschaubare Vertragslaufzeiten hat (ca. 12 Monate), in dieser Zeit umfassende Preisgarantie gibt und ohne Vorkasse arbeitet.
Bei Preisveränderungen muss ein sofortiges Sonderkündigungsrecht im Vertrag stehen. Der Stromanbieterwechsel kostet nichts und bei eventuell auftretenden Problemen ist der Regionalversorger gesetzlich verpflichtet für eine kontinuierliche Stromlieferung zu sorgen. Natürlich muss für diesen Zeitraum der Grundversorgungstarif des Regionalversorgers bezahlt werden.